Gut in den Tag starten mit leckerem Frühstück- Teil 1

Erst vor kurzem habe ich Hirsebrei kennen und lieben gelernt. Was ich bis dahin mit Hirsebrei assoziierte ging eher in eine unappetitliche, schleimige Richtung. Aber weit gefehlt. Toll finde ich, dass man mit ein wenig Obst und Trockenfrüchten jeden Tag etwas anderes zaubern kann.

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Zutaten:

  • Hirse
  • Ananas
  • Erdnussmus
  • Berberitzen
  • Maulbeeren
  • Eventuell Zimt

Zuerst kochst du die Hirse nach Anweisung- mir reichen dabei in der Früh 25 g. Die Ananas füllst du in die Schüssel, die gibt Volumen. Die gekochte Hirse (nach Bedarf mit Zimt gewürzt) gibst du darauf. Dann kannst du das Ganze mit Erdnussmus, Berberitzen und Maulbeeren dekorieren.

Maulbeeren und Berberitzen sind mir auch neu. Diese habe ich in Köln auf einem Markt am Rhein gekauft- und ich finde sie unheimlich lecker!

Was ich sonst noch gerne verwende: Frisch pürierte Äpfel, Bananen, Beeren jeglicher Art, Nüsse,…

Wie kam ich zum Hirsebrei? Ich habe das Video von Vabelhafts „Snickers Hirsebrei“ gesehen – und der sah so lecker aus, dass ich das gleich mal probieren musste. Er ist übrigens auch genauso lecker, wie er aussieht!

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Knitting Libary: Das Muster der Liebe

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Heute möchte ich euch Das Muster der Liebe von Debbie Macomber vorstellen. Die Story erinnert vom Grundaufbau an den Roman Die Maschen der Frauen, welches ich euch bereits vorgestellt habe. Eine Frau in den besten Jahren eröffnet einen Wollladen, gibt dort einen Strickkurs aus dem sich ein Stricktreff entwickelt, bei dem sich verschiedene Frauen mit verschiedenen Problemen treffen und schließlich Freundinnen werden.

Meine Meinung: Es sind wieder schwere Schicksale, die hier aufeinander treffen – ich frage mich manchmal, ob es in nicht möglich wäre einen Charakter zu beschreiben, dessen Leben einigermaßen glücklich verläuft. Die einzelnen Geschichten möchte ich jetzt nicht näher beschreiben. Während Die Maschen der Frauen in meinen Augen zu sehr auf der „wir können jedem verzeihen, denn die Welt ist rosarot“-Schiene lief, gefiel mir Das Muster der Liebe deutlich besser, weil ich die einzelnen Handlungsstränge deutlich interessanter fand.

Empfehlung: Wer ein Buch sucht, das durchaus auch mal schwierigere Liebesgeschichten mit der Liebe zum Stricken verbindet, sollte zugreifen.

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Warum viele Sport als anstrengendes Übel wahrnehmen

Viele Leute machen nicht gerne Sport. Er erscheint als zu anstrengend. Nach einem harten Tag geht’s deshalb lieber auf die Couch, als noch ein Stündchen Bewegung einzulegen. Dabei: Wen wir uns aufraffen geht es uns oft besser- wir fühlen uns fit, zufrieden und haben sogar Spaß. Aber warum ist es für uns so schwer, sich zum Sport zu motivieren? Ich will mal meine Gedanken dazu zusammenfassen.

Was mir die Lust an Sport vermiest hat, sind eindeutig die Erfahrungen, die ich in meinen ersten (na sagen wir mal 20 Lebens-) Jahren mit Sport gemacht habe. Den größten Anteil meines Missmutes darf sich folgender Übeltäter auf die Fahnen schreiben: Schulsport.

1. Der Zwang, Sport zu machen
Wenn man gezwungen ist etwas zu tun, entwickelt man eine Abneigung dagegen. Wenn man etwas gerne zuverlässig wiederholt, weil man es will- das ist eine ganz andere Sache. Aber jeden Dienstag ins Training X/Y zu müssen, obwohl man doch heute lieber etwas anderes gemacht hätte? Ne. Besonders fies ist ja Schulsport: Du wirst gezwungen mitzumachen. Da hast du keine Wahl.

2. Die geringe Auswahl an Sportarten
Wo wir schon beim Thema „wählen“ sind. Wer wählt den Sport aus, den ein Kind macht? Die Eltern oder die Lehrer. Bei den Eltern hat man noch relativ gute Karten. Zwar ist die Kreativität der Wahl eines Sportes fürs Kind oft auf wenige Standardsportarten begrenzt, aber: Kommt man in ein gewisses Alter lässt sich doch ganz gut aushandeln, welchen Sport man machen möchte.

Schlimm ist aber die Wahl im Schulsport. Meist ergibt sich ein sich jährlich wiederholender Zyklus aus Volleyball, Basketball, Fußball, Turnen und Cooper-Test. In manchen Jahren wird hier sogar noch Schwimmen oder bei ganz mutigen Sportlehrern Badminton eingestreut. Letztlich ergibt sich aber ein nicht enden wollender Teufelskreis- vor allem für Ballidioten wie mich. Denn wenn man in diesen Sportarten nicht gerade gut ist, wird der Sportunterricht zum verhasstesten Fach von allen. Dann lieber Physik oder Mathe!

3. Der Leistungsdruck
Ja und da sind wir auch schon bei der Leistung. Klar, oft drücken die Leher mal ein Auge zu und dann gibt es doch eine 2- oder 3+, weil man ja immerhin fleißig mitgemacht hat. Aber das befriedigt ja nicht! Wenn der Sport keinen Spaß macht und der Minutenzeiger einfach nicht weiter Richtung Ende der Stunde rücken will… Dann bringt es nichts, dass die Note okay ist. Dann macht man’s halt für die Note- und sobald man nicht mehr muss hört man damit auf. So sieht’s aus. Für mich bedeutete das: Zwischen meinem Abi 2008 und dem 02.05.2012 liegt eine Zeit, in der ich insgesamt in etwa so viel Sport machte, wie jetzt in zwei Monaten.
Und nein, es hilft auch nichts wenn Lehrer rufen: „Jetzt spielt der Betti doch mal den Ball zu!“ Denn die Betti steht doch extra so, dass sie nicht in die missliche Lage kommt, den Ball mal wieder nicht zu fangen und damit in die Hände des Gegners zu geben.

Lässt sich also zusammenfassen: Wenn ich nur mit Sportarten in Kontakt komme, die mir keinen bis mäßigen Spaß machen, dann erlebe ich Sport als negativ und Arbeit. Wenn ich dann auch noch schlecht bin, dann ist es ganz vorbei. Sobald die extrinsische Motivation weg fällt, ist es vorbei mit dem Sport.
Wie seht ihr das? Demnächst möchte ich mal einen Artikel schreiben, wie ich es geschafft habe, meine intrinsische Motivation für Sport zu finden.

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Rubelmiez goes Yoga-Socken

rubelmiezgoesyoga-1Über ein Jahr ist es nun schon her, dass ihr hier etwas zu sehen und zu lesen bekommen habt. Manchmal verschwindet die Motivation für ein Hobby einfach, weil ein anderes mehr Zeit benötigt. Seit Anfang letzten Sommers hat mich das Sportfieber gepackt. So packe ich mehrmals die Woche brav meine Tasche, um ins Fitnessstudio zu tingeln. Etwas, von dem ich immer dachte, ich würde es total doof, langweilig und viel zu anstrengend finden, gehörte schnell zu meinen Lieblingen: Yoga. Als es auf den Winter zu ging, wurden leider meine Füße immer kälter.

Da kam mir mein Rest fairAlpaka Wolle gerade in Verbindung mit Distels Anleitung für Stulpen Rubelmiez gerade recht. Ein bisschen umgemodelt ergaben sie super Yoga-Socken. Da ich sie etwas weiter gestrickt habe, kann man sie auch einfach ein bisschen hochschieben, damit sie wie Stulpen aussehen.

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Die verstrickte Dienstagsfrage 10/2014

Endlich mal wieder eine Dienstagsfrage beim Wollschaf, zu der ich auch etwas sagen kann.

Lavendelmaschen  fragt:

Welche Gefühle verbindest Du mit dem Stricken und Häkeln oder allgemein mit dem Verarbeiten von Wolle?

Welche Bedeutung hat dieses Hobby für Dich?

Was würdest Du fühlen, denken, machen, wenn Du aus irgendwelchen Gründen plötzlich überhaupt nicht mehr mit Wolle und Nadeln arbeiten könntest oder dürftest?

Stricken und Wolle sind SEHR wichtig für mich. Es ist weit mehr als ein Hobby, dass ich mich mit Wollverarbeitung (Färben, Spinnen,…) und dem Stricken beschäftige. Ein Tag an dem ich wirklich gar nicht stricke, ist seit ca. zwei Jahren nahezu undenkbar. Während andere sich tödlich langweilen beim Warten- stricke ich. Beim Fernsehen- stricke ich. In der Mittagspause- stricke ich. Im Zug- stricke ich. Als im Sommer letzten Jahres meine Zug-Strickzeit weggefallen ist, war ich zutiefst bestürzt (was ich niemals zugegeben hätte)- aber irgendwie ist es mir gelungen, in den Rest des Tages extra Strickzeit rein zu mogeln. Übers Handarbeiten allgemein kann ich eine Verbundenheit zu vielen anderen Leuten erleben. Aber was nach all den genannten Punkten das wichtigste ist: Stricken ist Zeit für mich! Egal ob andere dabei sind oder nicht. Beim Stricken kann ich mich erholen, regenerieren, abschalten. Auf der Arbeit brauche ich oft viel Geduld, das Arbeiten mit Wolle gibt mir dazu den Ausgleich. Wenn ich nicht stricken will, kann man davon ausgehen, dass es mir wirklich richtig schlecht geht.

Würden meine Wollhobbies nicht mehr möglich sein, wäre ich aus der Bahn geworfen. Ich müsste etwas Neues finden, womit ich meine innere Ruhe herstellen kann.

 

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