The life after… a new beginning

Und auf einmal sitzt man da und alles ist geschafft. Man erinnert sich, wie man drei Jahre zuvor gemeinsam mit vielen anderen zum ersten Mal in dem Saal saß. Ein wenig aufgeregt, denn nun war man endlich Student. Das ganze Schulleben lang hatte man darauf hingearbeitet. Ich war aufgeregt an diesem ersten Tag damals. Vermutlich sogar das erste Semester lang. Ich erinnere mich an einen viel zu vollgepackten Stundenplan, meine ersten Spanischversuche („Seit wann reden Spanier so komisch?“) und total unverständliche Vorlesungen. Die Panik davor, dass man gleich seine erste Klausur verhauen würde.

Ich weiß noch genau, wie ich nach dem zweiten Semester meine erste Hausarbeit schreiben musste. Wie ich voll Panik nach Heidelberg gefahren bin zwei Wochen vor dem Abgabetermin, um endlich die geeignete Literatur zu finden. Etwa zur gleichen Zeit habe ich diesen Blog begonnen. Ich erinnere mich an Wochenendseminare, die mir immer die liebsten waren. An meine Praktika, in denen ich so viel lernte und sie so genoss. Ich war nie wirklich gerne Student. Aber ich kann auch nicht abstreiten, dass die ein oder andere positive Seite dabei war. Zum Beispiel Stockholm. Wie sehr ich Stockholm vermisse! Nur dass mein Stockholm eben für immer vorbei ist. Denn eine Rückkehr bringt nicht automatisch die Leute und die Erlebnisse so zurück, wie es damals war. Mein letztes Semester brachte mir nach der Bachelorarbeit vorallem viel Freizeit und eine Art „After Bachelor Crisis“. Wochenlang, ich wette mein Freund würde eher sagen monatelang, änderte ich täglich, stündlich, minütlich meine Meinung. Master? Anerkennungsjahr? Arbeiten ohne Anerkennung?

Und jetzt ist es ganz plötzlich so weit. Die letzte Prüfung wurde heute morgen nach einer extrem unruhigen Nach angetreten und bestanden. Ich bin Bachelor of Arts. Ich bin fertig. Das Studium ist von einer Minute auf die andere beendet. Es ist ein komisches Gefühl und trotzdem ein gutes. Weil ich mich letztendlich doch entschieden habe- für das Anerkennungsjahr. Dabei war ich vor vier Monaten noch so sicher, dass ich den Master machen würde. Aber mein Bauch hat mir etwas anderes gesagt und bisher hat mein Bauch sich immer richtig entschieden- für das FSJ, für Schweden. Manchmal ist auf einmal klar, was man tun muss. Ich bin noch nicht ganz weg von der Uni, denn das Anerkennungsjahr wird theoretisch begleitet. Aber ich bin jetzt eine vollwertige Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin und ich freue mich auf das, was jetzt kommt!

Ich wünsche allen von euch, die gerade Prüfungen haben, ihren Abschluss machen oder vor irgendwelchen Entscheidungen stehen viel Glück! Auch wenn das Studium einen nicht wirklich auf die berufliche Realität vorbereiten kann, eins habe ich gelernt: Wenn ihr arbeitet für das, was ihr wollt, wenn ihr an euch glaubt und darauf hört, was euer Bauch und euer Herz euch sagen, wenn ihr wisst was ihr könnt und euch nicht klein macht, dann könnt ihr (fast) alles schaffen!

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9 Antworten auf The life after… a new beginning

  1. Pony sagt:

    Herzlichen Glückwunsch zum Bachelor *Laolawelle macht*

    Krass, dass die Zeit nun so schnell rumging… *zack* fertig… Mein Abschluss ist noch so weit weg (blödes Staatsexamen).

    Dein Text ist echt schön geschrieben und kommt für mich genau richtig (ab Freitag sind Klausuren und die rauben mir immer den letzten Nerv. Aber ich will dieses Beruf unbedingt haben, also komm ich um diese blöden Klausuren halt nicht rum. Kopf hoch, weiterkämpfen *gg*).

    Alles Liebe und ein dicker Drücker von mir :)

  2. Pony sagt:

    Latein ist vorbei und ich habe bestanden!!! Voll gut, ich habe ein kleiens Latinum *kreisch* Natürlich nur mit Ach und Krach, aber das ist mir wuuuuuuurrscht *hehe*

    Ein Treffen bis Mitte August sollte drin sein, bis 31.07. bin ich prüfungstechnisch noch out of order, aber ab 31.07. 12 Uhr hab ich wieder etwas Luft 😉

    Oooh, das wäre sehr toll *hibbel*

  3. Frank Bee sagt:

    Glückwunsch auch an dieser Stelle, dies hast du prima geleistet!
    Ich war überzeugt, dass dir das gelingt.
    Nun geht es in die nächste Phase des Lebens – doch du schaffst das.
    Und „Bauchgefühl“, d.h. Instinkt, ist das Wichtigste, weil das Gehirn ja sowieso die Erfahrungen und das Erlernte schnell auswertet und der „Beschluss“ im eigentlichen Sinne feststeht.
    Und Fehler sind da um sie zu machen und die meisten Fehler können auch wieder behoben werden.
    Also lass dich beraten, aber entscheide dich dann eigenständig.
    HD(gd)L Frank Bee

  4. Angelika sagt:

    Herzlichen Glückwunsch, meine kleine Große. Das hast du wirklich super gemacht :-)

    Wie schnell doch diese drei Jahre vergangen sind – rückblickend – und wie schnell wird es gehen und wir können einen Bericht über dein Anerkennungsjahr lesen…

    Ich wünsche dir alles Gute…nee…..natürlich das Beste… für dein „Leben danach“, für all das, was noch kommt.

    Hab dich sehr, sehr lieb

  5. Farina sagt:

    glückwunsch! bei mir wird es dieses semester auch so weit sein!
    lg farina

  6. Michi sagt:

    Yay, Glückwunsch! Kann mich auch noch genau erinnern und ich musste mich lange daran gewöhnen, so viel Freizeit zu haben. Ist schon komisch, wenn man sein Leben lang für irgendetwas lernen musste und dann nicht mehr 😉

  7. Michi sagt:

    Yay, Glückwunsch! Ich kenne das genau, ich musste mich danach ewig daran gewöhnen, so viel Freizeit zu haben. Wenn man sein Leben lang immer für irgendetwas lernen muss und dann nicht mehr… schon erst mal komisch 😉

  8. tintin sagt:

    Herzlichen Glückwunsch, auch zur Entscheidung! :) – fange ja dieses Jahr auch an „richtig“ zu studieren, habe ja bereits einen Abschluss als Mediengestalter, aber nun gehts weiter – internationaler Abschluss! Aufregend :D.

    Dem Finnen geht es gut, kann nur leider immer noch nicht viel machen (also.. das leider bezieht sich auf mich, denn ich glaub, er genießt das ganze :P).

    Liebste Grüße!

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