Faserverrückter Jahresrückblick

Ziska hatte dieses Jahr wieder die Idee, einen „Faserverrückten Jahresrückblick“ zu machen, bei dem jeder teilnehmen kann.

1. Mein Strick-Jahr 2013:

Vermutlich ziemlich klar: DAS Projekt dieses Jahr war meine selbstgefärbte, -gesponnene und -gestrickte Jacke. Leider existiert noch kein Foto, auf dem ich sie trage- zugegebener Maßen trage ich die Jacke aber auch nicht oft.

2. Mein Stash 2013:

Mein Stash veränderte sich, wie in 2012 schon vorauszusehen war, immer mehr in Richtung handgefärbte und hochpreisigere/ qualitativere Garne. Ich bin mit der Entwicklung ganz zufrieden, möchte aber 2014 wieder ein bisschen was abbauen.

3. Spinnen 2013:

Gesponnen habe ich nur im ersten halben Jahr und vor allem bei der Tour de Fleece.

4. Welche deiner Stücke, die du gemacht hast, waren 2013 deine Lieblingsteile?

Ohne Wollsocken verlasse ich das Haus nicht mehr. Ansonsten ganz klar mein Vitamin D.

5. Die “most knitworthy person(s)” 2013 für dich?

Mein Mann.

6. Was waren die schlimmsten Crafting-Unfälle und Reinfälle?

Ich habe eine Make-Up-Tasche genäht- und völlig falsch zurechtgeschnitten. Die Seitennähte waren am Ende vorne und hinten in der Mitte. Zum Glück konnte ich durch ein bisschen verändern des Schnitts die Tasche weitgehend retten.

Der zweite Unfall war meine braune Rohwolle, die mir beim Waschen komplett verfilzt ist.

7. Was hast du 2013 neues begonnen?

Ich habe mit dem Färben angefangen. Ich habe mit Ashford-, Luvotex-, Ostereierfarben und Kool Aid experimentiert.

koolaid-pastel-2

9. Wovon hast du dich 2013 getrennt?

Von viel Wolle, die nur durch das Argument „billig“ in meinen Stash gefunden hat- die mir aber eigentlich gar nicht gefiel.

Ansonsten hat sich dieses Jahr noch einiges anderes getan: Ich habe geheiratet, ich habe meine staatliche Anerkennung bestanden, den Job gewechselt, die Haare endlich wieder kurz geschnitten und eine Brille bekommen.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und hoffe, ihr startet gut ins neue Jahr!

 

 

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Marie

marie-vorneAls meine Freundin Sabine von Smiley Faces letzten Winter mit dem Nähen von Taschen begann, wollte ich mich auch mal endlich an eine Tasche trauen- und entschied mich für Marie aus „Tolle Taschen selbst genäht“. Ich muss sagen: Ich bin kein Fan des Buches! Ich finde die Anleitungen zu lückenhaft und man muss sich einiges selbst zusammen reimen. Nähanfängern würde ich komplett von dem Buch abraten. Mein Unmut über die Anleitung führte dazu, dass es dann doch so seine neun Monate dauerte, bis Marie fertig war. Ein bisschen habe ich sie abgewandelt (die aufgesetzte Vordertasche weggelassen und die Innentasche auf die Taschenrückseite genäht). 

marie-hinten
Dafür, dass es meine erste Tasche ist bin ich aber sehr zufrieden mit ihr!

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Geschenke

Meine Nichte liebt pink-lila-Glitzer. Da ich ihr zum Geburtstag etwas stricken wollte, überlegte ich nun, wo ich solch eine Farbe finden könnte- und bestellte schließlich als Wunschfärbung bei Sternenstaub Wolle die Farbe „Hunt for Berries“ auf der Starry Sock Base. Ich war begeistert, die Wolle war perfekt!

pinklilaglitzersocken-1Zuerst gab es ein Paar mitwachsende Socken ohne Ferse nach einer Anleitung, die ich bei Frau Rossi auf Ravelry gefunden habe. Weil aber noch einiges an Wolle übrig war, gab’s noch einen gestreiften Schal (nach eigener Idee) dazu. Bei der Länge hab ich mich an den Ratschlag von Helpster gehalten.

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Die verstrickte Dienstagsfrage 48/2013

Beim Wollschafblog gibt es jeden Dienstag interessante Fragen für Strickblogger. Ob ich es wöchentlich schaffe, die Fragen zu beantworten- wir werden sehen. Diese Woche lautet die Frage:lotte-grasStrickst oder häkelst du auch in der Öffentlichkeit (also in Cafés, Bus und Bahn, Büchereien, in der Uni, am Arbeitsplatz etc.) ? Wenn ja, welche Erfahrungen hast du damit gemacht und wie reagiert die Umwelt darauf? Wurdest du schon angesprochen und was haben sie gesagt?

Ich stricke überall. Ob auf dem Weg zur Arbeit im Zug, beim Warten vorm Arzttermin, beim Stricktreff im Café, früher in den Vorlesungen, in der Mittagspause… Ich gehe so gut wie nie ohne Strickzeug aus dem Haus. Angesprochen wurde ich sehr oft. Meist sind es Fragen danach, was ich denn da gerade „stricke/ häkel“.  Ich stoße eigentlich immer auf ehrliches Interesse. Wer kennt sie denn auch nicht- die gut und nett gemeinten Äußerungen, die einen eigentlich gar nicht sooo sehr freuen.

„Ach, das ist Stricken… das dachte ich mir schon. Meine Oma hat das auch immer gemacht.“ Danke, ich wollte gerne mit deiner Oma verglichen werden.

„Das sieht aus wie gekauft.“ Okay, wenn es auf die Qualität bezogen ist ganz nett- aber ehrlich: wenn ich eine kleine Ewigkeit in einen Pullover investiere, dann hoffe ich stark, dass er nicht wie jeder x-beliebige von der Stange aussieht.

„Du solltest deine gestrickten Sachen verkaufen.“ Auch sehr nett gemeint- aber wer soll das bezahlen?!

„Du bist so kreativ.“ Einem Strickmuster zu folgen ist etwa so kreativ, wie ein Bild abzumalen.

„Ich habe früher auch gestrickt. Aber jetzt habe ich keine Zeit mehr dafür.“ Doch, die hast du. Es ist nur eine eigene Entscheidung, was man in seiner Freizeit am liebsten macht.

Generell stricke ich gerne in der Öffentlichkeit. Während andere sich zu Tode langweilen hole ich mein Strickzeug raus und nutze die Zeit sogar noch produktiv. Und blöd angemacht wurde ich noch nie.

 

 

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Testknit: A sniff of sea air

Einer meiner Lieblings-Wollshops ist Sternenstaub Wolle. Liesa färbt unheimlich schöne Wolle und Wunschfärbungen erfüllt sie einem auch noch! Letzten Monat suchte Liesa über Ravelry nach ein paar Teststrickern für ihr Strickmuster „A sniff of sea air“. Die deutschen Anleitungen waren schon vergeben, aber ich komme ohnehin besser mit den englischen Anleitungen zurecht. Glücklicherweise hatte ich noch vom benötigten Garn in meinem Stash. So strickte ich eifrig und monogam an meinem Tuch, um Liesa Rückmeldung geben zu können. Innerhalb weniger Tage war es fertig und da das Muster nun veröffentlicht ist, kann ich euch das Tuch präsentieren.
asniffofseaair-caipirinha-3Das Muster fand ich sehr gut. Es dauerte ein wenig, danach konnte ich es mir gut auswendig merken. Ich halte es auch für Anfänger geeignet- es gibt zwar ein bisschen mehr als linke und rechte Maschen, aber auch die anderen Techniken sind kein Hexenwerk. Ich finde das Tuch großartig!

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P.S.: Die von mir benutzte Wolle ist ein Strang „Caipirinha“ aus der Cocktail-Themenfärbung.

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